KNX von der Planung bis zur Abnahme.
Die gesamte Kette aus einer Hand: Konzept und Funktionsliste, ETS-Programmierung, Inbetriebnahme, Funktionstest, Abnahme und Dokumentation — in Neubau und Bestand, einschließlich der Rekonstruktion von Anlagen ohne vorhandenes ETS-Projekt.
Christian Litterscheid — Ingenieurdienstleistung für Gebäudeautomation im Rheinland, Region Köln/Bonn.
Was ist KNX?
KNX ist der weltweite, herstellerunabhängige Standard für Gebäudeautomation. Statt jedes Gerät einzeln zu verdrahten, hängen Taster, Jalousien, Licht, Heizung, Lüftung, Zähler und Zugangstechnik an einem gemeinsamen Bus und sprechen dieselbe Sprache. Was das Gebäude tut, steckt nicht in einer Cloud, sondern in der Anlage selbst — auch in zehn Jahren, auch ohne Internet.
Der Standard ist seit über 30 Jahren im Einsatz: Er entstand aus dem Europäischen Installationsbus (EIB), der Anfang der 1990er-Jahre eingeführt wurde, und wurde 2002 als KNX zusammengeführt. Heute bieten über 500 Hersteller weltweit mehr als 8.000 zertifizierte Produkte an — alle untereinander kompatibel und mit einer einzigen Software, der ETS, programmierbar.
Genau diese Offenheit macht KNX gerade jetzt wichtiger: Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher, Wallbox, Verschattung und Lüftung müssen aufeinander reagieren, nicht nebeneinander laufen. KNX ist die Ebene, auf der Gewerke und Hersteller zusammenkommen — und das über Gerätegenerationen hinweg, weil der Standard seit Jahrzehnten rückwärtskompatibel bleibt.
Verbrauch, der nicht entsteht
Einzelraumregelung, Präsenz- und Fensterkontakte, tageslichtabhängiges Licht und automatische Verschattung senken Heiz- und Kühlenergie, ohne dass jemand daran denken muss. Zählerdaten machen sichtbar, wo es sich lohnt.
Anwesenheit ohne Anwesende
Verknüpfte Melder, Rauchwarn- und Wasserwächter, Panik- und Abwesenheitsszenen: die Anlage schaltet Licht und Jalousien, meldet Störungen und trennt im Ernstfall Kreise — lokal, nicht abhängig von einem fremden Dienst.
Weniger Bedienung
Szenen statt Schalterwände, zentrale Aus-Funktion, Zeit- und Wetterlogik. Für Barrierefreiheit und altersgerechtes Wohnen lassen sich Bedienung und Automatik später anpassen, ohne neu zu verdrahten.
PV, Wärme, Laden
Eigenverbrauch steuern statt einspeisen: Überschuss geht in Warmwasser, Speicher oder Wallbox. KNX koppelt die Systeme über Gateways (Modbus, BACnet, IP) zu einer Regelstrategie.
Kein Hersteller-Lock-in
500+ Hersteller, 8.000+ Produkte, ein Standard. Geräte lassen sich mischen und einzeln ersetzen — die Funktion liegt in der Programmierung, nicht im Geschäftsmodell eines Anbieters.
Investition mit Restwert
Eine saubere, dokumentierte KNX-Anlage ist erweiterbar und bewertbar — ein Argument bei Vermietung, Verkauf und Gebäudezertifizierung. Vorausgesetzt, die Projektdatei existiert.
Eine Anlage, ein Verantwortlicher
Ich übernehme die Kette komplett oder steige an der Stelle ein, an der es klemmt — als Nachunternehmer für Elektrobetriebe oder direkt für Bauherren und Betreiber.
01
Bedarfsaufnahme mit Bauherr und Elektriker, Funktionsliste je Raum und Gewerk, Geräteauswahl, Verteiler- und Klemmenplanung, Bus-Topologie. Ergebnis ist ein Lastenheft, gegen das später abgenommen wird.
02
ETS-Projektierung, physikalische Adressen, Parametrierung, Gruppenadress-Struktur nach Konvention statt nach Zufall. Logiken, Szenen, Zeit- und Wetterautomatik, Heizungsregelung, Verschattungssteuerung.
03
Die Anlage läuft, aber die ETS-Datei ist weg. Ich lese den Bus aus, identifiziere Geräte und Verknüpfungen und baue ein vollständiges, änderbares Projekt neu auf. Details unten.
04
Bedienoberflächen für Tablet und Smartphone, Anbindung an Home Assistant, Wärmepumpe, PV-Wechselrichter, Wallbox, Lüftung und Drittsysteme über Modbus, BACnet, MQTT oder IP-Gateways. Fernzugriff nur abgesichert, nie als offene Portfreigabe.
05
Funktionsprüfung Punkt für Punkt gegen die Funktionsliste, Bus-Diagnose und Lastprüfung, Mängelliste, Abnahmeprotokoll. Übergeben werden ETS-Projekt, Gruppenadressliste, Verteilerdokumentation und eine verständliche Bedienanleitung.
06
Störungssuche, Optimierung nach der ersten Heizperiode, Nachrüstungen und Umbauten — jeweils mit aktualisierter Projektdatei zurück in die Dokumentation, damit die Anlage nicht wieder blind wird.
Zusammenarbeit mit langjährigen Partnerbetrieben
Leitungen verlegen, Verteiler bauen und Geräte montieren übernimmt ein Elektroinstallateur — ich bin für Programmierung, Inbetriebnahme, Test und Dokumentation zuständig. Haben Sie noch keinen Fachbetrieb, stelle ich den Kontakt zu Partnerbetrieben aus der Region Köln/Bonn her, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite.
Wenn die Projektdatei fehlt
Der Errichter ist nicht mehr erreichbar, die Firma existiert nicht mehr, oder die Datei ist mit einem Rechner verschwunden. Die Anlage funktioniert — aber jede Änderung, jedes neue Gerät, jede Fehlersuche ist ohne ETS-Projekt ein Blindflug. Viele Betreiber erfahren das erst beim ersten Umbau.
Ich rekonstruiere solche Anlagen im Bestand: Bus auslesen statt Wände öffnen. Am Ende haben Sie wieder die Kontrolle über Ihr Gebäude — und ein Projekt, mit dem jeder Fachbetrieb weiterarbeiten kann.
Schritt 01
Bestandsaufnahme
Topologie und Geräte vom Bus scannen, Applikationen und Adressen erfassen, Verteiler und Beschriftungen aufnehmen, vorhandene Unterlagen und Pläne auswerten.
Schritt 02
Rekonstruktion
Neues ETS-Projekt mit den realen Geräten, rückgelesenen Parametern und nachvollziehbarer Gruppenadress-Struktur — benannt nach Raum und Funktion, nicht nach Zufallsnummer.
Schritt 03
Verifikation
Raum für Raum und Gewerk für Gewerk gegen die Wirklichkeit prüfen: jeder Taster, jede Jalousie, jeder Heizkreis. Abweichungen werden dokumentiert, nicht überschrieben.
Schritt 04
Übergabe
Sie erhalten das vollständige ETS-Projekt, Gruppenadressliste, Dokumentation und optional Erweiterungsvorschläge. Die Datei gehört Ihnen — ohne Abhängigkeit von mir.
Christian Litterscheid
Ich arbeite als selbstständiger KNX-Programmierer und Inbetriebnehmer im Rheinland. Meine Arbeit ist die unsichtbare Hälfte einer Gebäudeautomation: die Struktur im Projekt, die Logik dahinter und die Dokumentation, die noch Jahre später jemanden weiterarbeiten lässt.
Zusammenarbeit mit Elektrobetrieben, Planungsbüros, Bauherren und Betreibern in Köln, Bonn und Umgebung. Vor Ort und — wo sinnvoll — per gesicherter Fernwartung.
Technologie & Hersteller
Unsere Partner
Hersteller, deren Produkte bei der Planung, Programmierung und Integration Ihrer Gebäudeautomation zum Einsatz kommen.

Gira-Logo: Quelle Gira Mediadatenbank.
Projekt, Bestandsanlage oder zweite Meinung?
Schreiben Sie mir kurz, worum es geht: Neubau oder Bestand, Gewerke, Zeitrahmen — und ob eine ETS-Datei vorhanden ist. Sie bekommen eine Einschätzung, bevor irgendetwas beauftragt wird.